Kommunalbauten
Dietwil
- Neubau - 1991
Dietwil liegt im südlichsten «Zipfel» vom Kanton Aargau, leicht erhöht über der Reussebene und bietet freie Sicht in die Kantone Zug, Luzern und bis in die Berge der Innerschweiz. Entsprechend ist der Ort von weitem einsehbar, besonders die markante barocke Katholische Pfarrkirche. Sie ist im «Schweizerischen Inventar der Kulturgüter von nationaler Bedeutung» eingetragen und wurde um das Jahr 1780 erbaut. Die Kirche mit der Kapelle und dem Pfarrhaus bilden einen «Kirchenbezirk». Zusammen mit der Schule, der Turnhalle und der neuen Kommunalbaute bildet sich das Dorfzentrum welches durch die dazwischen liegende Dorfstrasse erschlossen wird. Die Kirchen- Schul- und Kommunalbereiche sind in der Erscheinung eigenständige «Inseln». Sie sind zur Dorfstrasse ausgerichtet und ergänzen sich zu einem Ganzen.
Das Konglomerat verschiedenster Nutzungen, welche die Gemeinde in die Kommunalbauten zusammengefasst hat, sind die Gemeindeverwaltung, der Kindergarten, eine Wohnung, die Feuerwehr, das Bauamt, die Sammelstelle, die Holzschnitzelheizung (auch für die Schule) und die Bereitstellungsanlage mit Kulturgüterschutzraum für das Kirchengut. Die Nutzungen sind in einer Gesamtform zusammengefasst und gliedern sich in zwei Gebäudeteile mit gemeinsamem Sockel und drei Aussenraumzonen. Im Haus mit Satteldach liegt die Gemeindeverwaltung im Erdgeschoss, sie orientiert sich zur Strasse - zum öffentlichen Bereich im Osten. Der Kindergarten und das Wohnen im Obergeschoss orientieren sich zum privaten Bereich im Westen und mit prächtiger Aussicht nach Osten. Die Nutzungen für das Bauamt und der Feuerwehr sind im Hausteil mit Pultdach über der Bereitstellungsanlage ein Geschoss höher, rückseitig, angeordnet. Dieser Bereich orientiert sich zusammen mit der Sammelstelle nach Westen. Die äussere Erscheinung ist einheitlich. Verputzte, hell gestrichene Oberflächen fassen die Einzelteile zur Gesamtform zusammen.
Auftragsart: Wettbewerb
Planung und Ausführung: 1991 - 1994
Bauherrschaft: Gemeinde Dietwil